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Demographischer Wandel

Das Landratsamt, die Gemeinden des Landkreises Bamberg sowie verschiedene regionale Akteure erarbeiten gemeinsam Projekte und Maßnahmen, um die Folgen des demographischen Wandels (Bevölkerungsrückgang, Verschiebung der Altersgruppen) abzufedern und die soziale und technische Infrastruktur an die Bedarfe der Generationen von morgen anzupassen.
Übergeordnetes Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Bamberg als Wirtschafts- und Lebensraum zu bewahren.

Demographischer Wandel - Zahlen und Fakten

Der Landkreis Bamberg stellt sich seit 2008 der Aufgabe, „den demographischen Wandel zu gestalten“. Erster Schritt hierbei war die Beauftragung des Bamberger MODUS-Instituts für angewandte Wirtschafts- und Sozialforschung, das eine Bevölkerungsprojektion für den Landkreis und alle Gemeinden bis 2025 in verschiedenen Varianten erstellt hat. Die Prognose wurde auf Grundlage des Bevölkerungsstands, der Geburten, der Sterbefälle, der Wanderungen, der wirtschaftlichen Lage sowie der Bautätigkeit zum Stichtag 31.12.2007 entwickelt.

Gegenüber der Prognose zum 31.12.2007 ist eine vermehrte Abwanderung festzustellen. Dies machte zusammen mit dem wachsenden Geburtendefizit eine Neuberechnung der Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Bamberg notwendig. Aus diesem Grund erstellte das MODUS-Institut eine "Aktualisierung der Bevölkerungsprojektion 2009-2029".

Hierbei geht die mittlere Variante (Fortschreibung der aktuellen Entwicklungen) davon aus, dass mit einer leichten Abnahme der Gesamtbevölkerung des Landkreises Bamberg von 3,1% bis 2029 zu rechnen sein wird. In den einzelnen Gemeinden verlaufen die Entwicklungen äußerst unterschiedlich. Während manche Gemeinden durchaus moderate bis günstige Prognosen vorweisen können, verlieren andere bis zu 10% der heutigen Gesamtbevölkerung (z.B. Burgwindheim oder Ebrach). Eine Entwicklung haben alle Gemeinden gemeinsam: die rasante Zunahme der Altersgruppe ab 65 Jahre.

Die Gesamtergebnisse der beiden MODUS-Berichte finden Sie in der Rubrik Materialsammlung

Demographischer Wandel - Rückblick

2008 und 2009 setzten sich der Strategiekreis Demographie sowie die Arbeitskreise ÖPNV/Mobilität, Familienfreundlichkeit und Personalentwicklung hausintern mit der Vielzahl der offenen Fragen auseinander und entwickelte einen ersten Handlungsrahmen.

Die offizielle Auftaktveranstaltung fand im Januar 2010 statt. Die Veranstaltung sollte eine breite Öffentlichkeit für das Thema „Demographischer Wandel“ sensibilisieren und auf den weiteren Prozess mit den Regionalkonferenzen hinweisen und werben.

Im Februar und März 2010 fanden insgesamt vier Regionalkonferenzen statt. Hierzu wurde der Landkreis in vier Regionen mit je 8-10 Gemeinden aufgeteilt. Jede Gemeinde lud hierfür maximal zehn engagierte Akteure aus ihrem Gemeindegebiet ein - Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Bildung oder Politik, die beruflich oder privat vom demographischen Wandel „betroffen“ sind und sich aktiv einbringen wollen. Die Regionalkonferenzen verfolgten mehrere Ziele: Es sollten nochmals die Bedeutung und Auswirkungen des demographischen Wandels für die Gemeinden aufgezeigt werden, relevante kommunale Themenfelder bearbeitet, Handlungsbedarfe aus Sicht der kommunalen Vertreter identifiziert sowie Möglichkeiten der Weiterarbeit zum Thema „Demographischer Wandel“ auf Gemeindeebene zusammengetragen werden. Insgesamt nahmen an den Regionalkonferenzen 304 engagierte Persönlichkeiten teil. Eine hohe Zahl von 142 Akteuren erklärte sich bereit, als sog. Kümmerer / regionale Ansprechpartner weiterarbeiten zu wollen.


Dokumentationen der vier Regionalkonferenzen

Ein erster Workshop mit allen interessierten Kümmerern wurde im Mai 2010 angeboten. Die Teilnehmer erhielten Informationen über die Ergebnisse der Regionalkonferenzen, Hinweise zu Gelingensfaktoren, praktische Tipps über Bürgerbeteiligung und Einbindung von Bürgern in den Demographieprozess sowie einen Input von Best-Practice-Beispielen. In der anschließenden Arbeitsphase wurden erste Projektideen entwickelt und Verantwortlichkeiten festgelegt.

Informationen zur Pressekonferenz und zum Workshop vom 10. Mai 2010 in Stegaurach

Präsentation: Pressekonferenz - PDF: 483 kb
Präsentation: Workshop - PDF: 689 kb


Das Landratsamt Bamberg bietet seit Juli 2010 mit der Einstellung einer Generationenbeauftragten eine Ansprechpartnerin für alle Fragen des Generationendialogs, Familienfreundlichkeit und Ehrenamts an

Demographischer Wandel - Gesamtkonzept

 

Der Kreistag des Landkreises Bamberg verabschiedete einstimmig in seiner Sitzung vom 18. Juli 2011 das demographische Modell für den Landkreis Bamberg. Das Strategische Gesamtkonzept gibt einen Rahmen vor, welche Handlungsfelder und Ziele von Seiten des Landratsamtes Bamberg hinsichtlich des demographischen Wandels im Landkreis aufgegriffen und verfolgt werden sollen.


Handlungsfelder

Folgende Handlungsfelder werden von Seiten des Landratsamtes bearbeitet:

  • Familie, Jugend, Senioren, Ehrenamt
  • ÖPNV, Mobilität
  • Infrastruktur, Wohnumfeld
  • Bildung
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Nachhaltige, generationengerechte Finanzpolitik (intern)

Demographie-Bericht 2013

Im Juli 2011 hat der Kreistag des Landkreises Bamberg das „Modell für den Landkreis Bamberg“ verabschiedet. In diesem Strategischen Gesamtkonzept für den demographischen Wandel wird die Rolle des Landratsamtes Bamberg in sieben definierten Handlungsfeldern dargestellt. Das Konzept sieht auch vor, dass In regelmäßigen Abständen eine Gesamtschau der Projekte erfolgen und in einem „Demographie-Bericht“ dokumentiert werden soll. Dies ist notwendig, um zum einen die nötige Transparenz zu gewährleisten und zum anderen durch den Erfolg oder Misserfolg bei der Umsetzung von Einzelmaßnahmen steuernd eingreifen zu können.

Mit dem vorliegenden Demographie-Bericht 2013 wird die Arbeit der fachlichen Ansprechpartner am Landratsamt Bamberg der Jahre 2011 bis 2013 dokumentiert. Er soll auf der einen Seite die Vielfalt der Projekte und Veranstaltungen zeigen und auf der anderen Seite zur Nachahmung durch Gemeinden und andere Akteure anregen. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Der Bericht veranschaulicht auch in guter Art und Weise, dass die Beschäftigung mit demographischen Themen nicht zwangsweise zu einem Mehraufwand führen muss. Es reicht vielfach, die „demographische Brille“ aufzusetzen.

 

Demographischer Wandel - Materialsammlung