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Naturschutz

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Fledermäuse

Wissenswertes über Fledermäuse

Schon seit 50 Mio. Jahren leben Fledermäuse auf der Erde. Von den ca. 1.000 bekannten Arten sind 24 bei uns in Bayern heimisch.

Fledermäuse sind Säugetiere und uns Menschen ähnlicher als viele vermuten. Sie besitzen Haare, haben Arme und Beine und bekommen als Jungtiere die Milch ihrer Mutter.

Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können – sie sind nur wenige Gramm schwer!

Sie ernähren sich ausschließlich von Insekten, die sie in der Dunkelheit durch Echoorientierung finden. Dabei stoßen sie durch den Mund und die Nase Ultraschalllaute aus, welche für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.

Aktion "Fledermäuse willkommen"

Seit 2005 gibt es die Aktion "Fledermäuse willkommen" des Bayerischen Umweltministeriums.

Jeder Eigentümer einer Immobilie, welcher es Fledermäusen ermöglicht als "Untermieter" einzuziehen kann diese Auszeichnung erhalten.

Nähere Informationen erhalten Sie bei unseren Ansprechpartnern.

Wo halten sich Fledermäuse auf?

In der Natur halten sich Fledermäuse im Sommer üblicherweise in Ritzen und Hohlräumen von Bäumen oder Felsen auf. Sie
lassen sich z.B. in leerstehenden Spechthöhlen nieder.

Da aber viele Fledermausarten in der Natur nicht genügend Platz finden, beziehen sie auch Quartiere in und an Gebäuden.
Dort bewohnen sie z.B. Rollladenkästen, Holzverblendungen und andere Fugen und Ritzen in Dach und Mauerwerk.
Auch alte Kirchendächer bieten einen Unterschlupf: Hier finden sich immer wieder große Fledermaus-Kolonien.

In den Wintermonaten halten Fledermäuse Winterschlaf in Kellern, Gewölben oder Höhlen, da sie während dieser Zeit keine Nahrung finden.

Auch Sie können zum Schutz und Überleben verschiedener Fledermausarten beitragen! Z. B. durch das Aufhängen von Fledermauskästen im Sommer oder das Anbringen von Einflugöffnungen an den Türen Ihres alten Kellers.

Wie erkennen Sie, dass Fledermäuse bereits zu Gast sind?

Fledermauskot

Der kleine, meist braun oder schwarz gefärbte Kot lässt darauf schließen, dass Fledermäuse vorhanden sind. Der Kot ist krümelig und glitzert von den Resten verspeister Insekten. Meist liegen die Quartiere direkt über der Fundstelle des Kotes.

Fraßplätze

Einige Fledermausarten verzehren ihre Beute nicht im Flug, sondern an bestimmten Fraßplätzen. Diese sind an heruntergefallenen Insektenresten zu erkennen.

Findlinge

Geschwächte oder verletzte Tiere, die man gelegentlich findet, sind ein weiterer Hinweis auf ein Fledermausquartier in der Nähe.

Verfärbungen

Auch Verfärbungen an Hangstellen in Ihrem Dachboden oder an Ein- und Ausflugsöffnungen an Ihrer Fassade deuten darauf hin, dass Sie Fledermäuse beherbergen.

Was tun Sie, wenn Sie verletzte Fledermäuse finden?

Zunächst sollte das gefundene Tier mit Flüssigkeit versorgt werden.

Halten Sie die Fledermaus in einer offenen Kiste unter Beobachtung

Wenn sie sich erholt, setzen Sie das Tier in der Kiste am Fundort aus, damit es zu seiner Gruppe zurückfliegen kann.
Sollte das nicht zutreffen und die Fledermaus flugunfähig sein, wenden Sie sich bitte an die Expertin Fr. Carol Zirkel (m. 0179 / 5294773).

Fledermäuse sind zwar nicht aggressiv, aber Sie sollten trotzdem vorsichtshalber immer Handschuhe beim Umgang mit den Tieren tragen.

Fledermäusen stehen unter Schutz

Da Fledermäuse in ihrem Bestand bedroht sind, stehen diese Tiere unter strengem Schutz.

Deshalb ist es wichtig, ihre Quartiere weder zu zerstören noch zu beeinträchtigen und jede Möglichkeit des Erhaltes zu prüfen.

Sollten also bei Ihnen unaufschiebbare Bauarbeiten anstehen und der die Tiere gefährdet, sind Sie verpflichtet, die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Bamberg mit einzubeziehen.

Mögliche Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Auch Sie sind für den Schutz dieser Tiergruppe mitverantwortlichen.

Unsere Anprechpartner stehen Ihnen gerne und jederzeit zur Verfügung.