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Der Zensus 2022 steht in den Startlöchern

Ab Anfang Mai inspizieren Erhebungsbeauftragte Anschriften und Klingelschilder. Zum 15. Mai beginnen die Befragungen. Was Bürger und Bürgerinnen jetzt wissen sollten.

Wer in den nächsten Wochen einen Unbekannten vor seinem Haus mit einem Tablet beobachtet, der sich Notizen von den Namen auf den Klingelschildern macht und sich die Anschrift genau ansieht, der könnte es mit einem Interviewer oder einer Interviewerin so genannte Erhebungsbeauftragte zu tun haben.

In den nächsten Wochen werden die Volkszähler*innen die Ihnen zugeteilten Anschriften vorbegehen. Hierbei wird von ihnen geprüft ob es sich tatsächlich um ein Wohnhaus und nicht beispielsweise um eine gewerblich genutzte Immobilie handelt.

Die eigentliche Befragung der Bürger*innen startet am 15. Mai 2022 und endet zum 6. August 2022. In dieser Zeit werden in Bayern über zwei Millionen Einwohner*innen befragt. Im Landkreis Bamberg wurden stichprobenartig circa 8.600 Anschriften gezogen.

Anders als beim letzten Zensus im Jahr 2011 werden die Befragungen mit einem Tablet durchgeführt. Die knapp 33.600 zufällig ausgewählten Einwohner*innen im Landkreis erfahren über ein Ankündigungsschreiben, dass Sie beim Zensus 2022 dabei sind. In diesem haben die Erhebungsbeauftragten einen Termin für die Befragung festgelegt. Sollte man an diesem Tag nicht zu Hause sein, kann man dies dem Interviewer oder der Interviewerin unter der angegeben Nummer telefonisch mitteilen.

Die Befragungen werden je nach Fragebogen zwischen 5 bis 15 Minuten dauern. Es wird zwei Bögen geben. Der etwas Kürzere, der sogenannte „Ziel 1-Fragebogen“, befasst sich vor allem mit den Eckdaten der Personen wie beispielsweise dem Geburtsdatum, dem Geschlecht und dem Familienstand. Fragen zur Wohnsituation oder zum schulischen und beruflichen Werdegang werden zusätzlich zum kurzen Interview im sogenannten „Ziel 2- Fragebogen“ gestellt.


WICHTIG: Wer ausgewählt worden ist muss Rede und Antwort stehen. Eine Wahl haben die Bürger*innen nicht. Wenn Einwohner*innen die Aussage verweigern oder zweimal nicht angetroffen wurden, wird von der Erhebungsstelle ein Mahnverfahren eröffnet. Auf Grundlage des Bundesstatistikgesetzes können sogar Geldbußen bis zu einer Höhe von 5000 Euro verhängt werden.


Wenn jemand keinen Unbekannten ins Haus lassen möchte, kann die Befragung an der Haustür oder im Vorgarten durchgeführt werden. Die Befrager*innen weisen sich mit Ihrem Ausweis für Erhebungsbeauftragte aus. Wer sich nicht sicher ist, ob man es mit einem offiziellen Interviewer oder einer Interviewerin zu tun hat, kann sich gerne bei den Erhebungsstellen melden. Für den Landkreis Bamberg unter der 0951/859290.

Gleichzeitig findet durch das Landesamt für Statistik in Fürth die sog. Gebäude- und Wohnungszählung statt (GWZ). Diese GWZ wird vom Landesamt für Statistik eigenständig durchegführt. Bürger*innen, welche zu dieser Befragung angeschrieben werden und diesbezüglich Fragen haben wenden sich bitte direkt an folgende Telefonnummer: 0911/21552-87400


Die erhobenen Daten gehen ausschließlich ans statistische Bundesamt und werden nicht an andere Behörden weitergegeben.