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22.10.2020

Mobilstationen im Landkreis Bamberg - Schlussbericht und Pilotprojekte

Im März 2018 verabschiedete der Kreistag das intermodale Mobilitätskonzept des Landkreises Bamberg mit verschiedenen Umsetzungsmaßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote und der Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur. Hierzu zählen auch die sogenannten Mobilstationen.

Mobilstationen stellen die räumliche Bündelung von Mobilitätsangeboten an netzrelevanten Verknüpfungspunkten dar, die in Abhängigkeit ihrer räumlichen Lage, ihrer Bedeutung und Aufgabe im ÖPNV-Netz und der zu kombinierenden Verkehrsmittel modular gestaltbar sind. Sie werden attraktive, zeitgemäße und gut erkennbare Verknüpfungspunkte als Aushängeschild der Mobilität im Landkreis Bamberg, die künftig am Standort alle vorhandenen und künftigen Angebote und Dienstleistungen rund um die Mobilität bündeln und zudem einen Beitrag zum kommunale Zusammenleben leisten.
Als Module einer Mobilstation sind neben den verkehrlichen Modulen wie sichere Radabstellanlagen, Radluftstationen, Pkw-Parken, Pendlerparken, Car-Sharing-Station, Taxistände, … z.B. Module der Elektromobilität wie Ladestation für eAutos, eBikes und Pedelecs und viele weitere Serviceangebote und Dienstleistungen wie zum Beispiel W-LAN-HotSpot, Ladebuchse für Handy, Briefkasten, Packstation, Schließfach, öffentliche Toilette, … denkbar.

Um die Einheitlichkeit der künftigen Mobilstationen im Landkreis Bamberg in Erscheinung und Benutzung zu gewährleisten und um den Gemeinden die nachfolgende praktische Umsetzung möglichst einfach zu machen, wurde mit externer Unterstützung ein kreisweit anzuwendendes Rahmenkonzept erarbeitet und in der Sitzung des Umweltausschusses am 22.10.2020 vorgestellt.
Gemäß Beschlussfassung des Umweltausschusses am 30.09.2019 wurden als erste Pilotprojekte die Mobilstationen in Baunach, Gundelsheim, Scheßlitz, Zapfendorf und Rattelsdorf-Ebing zur Ausschreibungsreife vorangetrieben. Es liegen nun neben dem Gesamtkonzept und dem Gestaltungsleitfaden auch Muster-Leistungsverzeichnisse für die einzelnen Module vor. Auf dieser Basis können unter Förderung der Regierung von Oberfranken und unter Mitfinanzierung durch den Landkreis Bamberg nun die Pilotprojekte in die Vergabeprozesse eintreten und die Konzeptionen weiterer Mobilstationen beziehungsweise auch einzelner Module im gesamten Landkreis vorangetrieben werden.