Alte Sorten, großer Geschmack

Quelle: Pressestelle Landratsamt Bamberg

Die Streuobstbörse des Landkreises Bamberg neu aufgelegt

Auch in diesem Jahr setzt der Landkreis Bamberg seine erfolgreiche Aktion zur Vermarktung von regionalem Obst aus traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen fort: Die Streuobstbörse enthält Kontaktadressen von Menschen, die Streuobst aus traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen in kleinen Hofläden oder zur Selbsternte anbieten. Außerdem finden Interessierte Kontaktadressen regionaler Keltereien, in denen sie ihr eigenes Obst zu Saft verarbeiten lassen können, sowie Adressen von Verkaufsstellen für den „Bamberger Apfelsaft“ und seit Kurzem auch für die regionale Bio-Apfelschorle „Evi“.

Die neu aufgelegte „Streuobstbörse 2026/2027“ liegt im Landratsamt Bamberg sowie in den Rathäusern der Gemeinden aus. Außerdem ist sie in digitaler Form auf der Internetseite des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Bamberg (https://www.kv-gartenbauvereine-bamberg.de/de/obstparadies/streuobstboerse/) verfügbar.

Streuobstwiesen, auf denen mächtige Bäume locker verteilt stehen, bilden ein Mosaik verschiedener Lebensräume, das bis zu 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten beherbergen kann. Für den fachgerechten Schnitt, die Bewirtschaftung und die Erneuerung der Obstflächen ist viel Fachwissen erforderlich. Deshalb nahm die UNESCO den Streuobstanbau im Jahr 2021 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland auf.

Eine Zukunft hat dieser einmalige Lebensraum nur, wenn seine Früchte genutzt werden. Wer geschmackvolle Frische genießen möchte und Wert auf kurze Transportwege legt, ist beim Thema Streuobst genau richtig. Der Landkreis Bamberg bringt mit der „Streuobstbörse“ die Fans der regionalen Ernte zusammen. Die Sammlung lokaler Verkaufsstellen bietet eine breite Palette heimischen Obstes. Wer selbst Hand anlegen möchte, findet auch hierfür Möglichkeiten: Auf die Obstwiese zu gehen und selbst Äpfel, Birnen oder Zwetschgen zu ernten – das ist ein Erlebnis für die ganze Familie!

Regionales Obst schmeckt besonders gut, und manche alte Sorte ist auch für Apfelallergiker verträglich. Alte Sorten mit klangvollen Namen wie „Schweizer Orangenapfel“, „Schöner von Wiltshire“ oder „Köstliche von Charneu“ machen Lust auf ursprünglichen Genuss.