Energie

Im Landkreis Bamberg wird im Zuge der Energiewende das Ziel verfolgt, bis zum Jahr 2035 die Energieautarkie auf Grundlage erneuerbarer Energien zu erreichen. Hierfür wird der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaik, Windenergie sowie dezentralen Erzeugungsanlagen konsequent vorangetrieben.

Derzeit erarbeitet der Landkreis den Energienutzungsplan+ (Link), der als Grundlage für die zukünftige Entwicklung einer nachhaltigen und regionalen Energieversorgung dienen soll.

Allgemeine Informationen zum Energienutzungsplan finden sie Engergienutzungsplan

Energienutzungsplan+

Derzeit wird der Energienutzungsplan+ des Landkreises Bamberg erarbeitet. Dieser dient künftig als Grundlage für den Aufbau einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Energieerzeugungs- und Energieversorgungsstruktur. Hierbei werden Einspar- und Erzeugungspotenziale des Landkreises Bamberg ermittelt.

Zum einen werden unter Berücksichtigung der zunehmenden Elektrifizierung in den Sektoren Wärme und Mobilität künftige Strombedarfe abgeschätzt. Zum anderen werden realistische Ausbauziele für die erneuerbare Stromerzeugung ermittelt. Hier stehen überwiegend das Photovoltaik (PV)-Aufdach, die PV-Freifläche sowie Wind und Wasserkraft im Fokus. Daraus werden vielfältige Maßnahmen abgeleitet und anschließend sukzessive umgesetzt.

Energiemonitor

Zur transparenten Darstellung der regionalen Energieversorgung wird der Energiemonitor des Bayernwerks eingesetzt (https://energiemonitor.bayernwerk.de/bamberg-landkreis). Dieser bildet im 15-Minuten-Takt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und den Stromverbrauch im Landkreis Bamberg ab.

Sie können somit die aktuelle Stromerzeugung und den Stromverbrauch des Landkreises Bamberg nahezu in Echtzeit verfolgen. Der Energiemonitor visualisiert anschaulich die Fortschritte zu einer immer nachhaltigeren und regionalen Energieversorgung.

Einblicke in die Website „EnergieMonitor“ des Landkreises Bamberg

Stromerzeugung erneuerbare Energie

Im Landkreis Bamberg wird bereits seit Jahrzehnten auf die Erneuerbaren gesetzt. Für die Jahre 2021 bis 2025 kann mit Hilfe des Energiemonitors die Verteilung der unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen nachvollzogen werden. Nachfolgend wird deutlich, dass der erneuerbare Strom im Landkreis durch Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und in weitere Anlagen, vor allem durch Kraft-Wärme-Kopplung, erzeugt wird.


In den Jahren 2022 bis 2025 wurde mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als allgemein verbraucht wurde. Somit liegt beim Landkreis Bamberg ein Überschuss an Strom aus erneuerbaren Energien vor. In den Jahren 2022 und 2023 lag der Stromüberschuss aus erneuerbaren Energien im Verhältnis zum Stromverbrauch, bei 1,9 %. Im Jahr 2024 ist er auf 5,53 % (2024) und im Jahr 2025 auf 9,21 % angestiegen.

Photovoltaik und Windkraft liefern den überwiegenden Teil des Stroms aus erneuerbaren Energien im Landkreis. Seit dem Jahr 2023 fand beim Energieträger Photovoltaik eine Zunahme von ungefähr 168.000 MWh auf 267.000 MWh (2025) statt. Das entspricht der Hälfte des gesamten Stromverbrauchs des Landkreises Bamberg im Jahr 2025 (Energiemonitor 2026 (Datenstand vom 16.06.2026). Im Bereich Windkraft wurden in den letzten fünf Jahren Werte zwischen 154.000 MWh und 200.000 MWh erreicht. Bei Biomasse wurden jährlich durchschnittlich 110.000 MWh erzeugt, bei Wasserkraft 35.000 MWh und bei weiteren Energieträgern 30.300 MWh.

(Stand der Daten: 16.06.2026)

Solardachkataster Klima- und Energieagentur Bamberg

Sie denken über die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage nach? Seit 2024 steht das Solardachkataster der Klima- und Energieagentur Bamberg öffentlich zugänglich zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger können ihr Potenzial für Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen auf der eigenen Dachfläche einsehen. Dies ist sowohl für die Stadt Bamberg als auch für den Landkreis Bamberg möglich.

Dort finden Sie Informationen zur Dachneigung, -ausrichtung, Einstrahlung, Verschattung und zur maximalen Größe der möglichen Photovoltaik-/Solarthermie-Fläche. Zudem kann die Wirtschaftlichkeit der potenziellen Anlage für die nächsten
zwanzig Jahre bestimmt werden sowie die jährliche Einsparung von CO₂.

Unter dem folgenden Link ist das Solarkataster abrufbar:
https://www.solarkataster-bamberg.de