Präventionstag setzt Impulse für die Schul- und Jugendverbandsarbeit
Gesundheitsamt und Kommunale Jugendarbeit laden Fachkräfte aus Schulen, Vereinen und der Jugendarbeit zum Austausch über Prävention für Kinder und Jugendliche ein
Psychische Belastungen, soziale Medien, Suchtprävention, Mobbing oder die Förderung eines gesunden Lebensstils – Schulen, Vereine und die Jugendarbeit sind heute mit einer Vielzahl von Themen konfrontiert, die weit über Unterricht, Vereinsarbeit oder Gruppenstunden hinausgehen und besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Diese Herausforderungen griff der Präventionstag in Bamberg auf und bot Fachkräften die Möglichkeit, regionale Präventionsangebote kennenzulernen, aktuelle fachliche Impulse mitzunehmen und sich auszutauschen.
Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche sichtbar machen
Die Fachstelle Prävention und die Geschäftsstelle Gesundheitsregionplus des Gesundheitsamtes sowie die Kommunale Jugendarbeit der Stadt und des Landkreises Bamberg organisierten am 15. Oktober einen Fachnachmittag für Lehrkräfte, Schulpsychologen und Mitarbeitende der Jugendsozialarbeit an Schulen sowie für Fachkräfte aus der Jugend- und Vereinsarbeit.
Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten 20 regionale Einrichtungen, Beratungsstellen und Initiativen ihre Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche. Knapp 70 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, die vielfältige Präventionslandschaft in Stadt und Landkreis kennenzulernen, sich fachlich auszutauschen und neue Impulse für Ihre Arbeit in Schule, Verein oder Jugendarbeit mitzunehmen.
Fachliche Impulsvorträge zur psychischen Gesundheit und zum Jugendkonsum
Abgerundet wurde der Fachnachmittag durch zwei Impulsvorträge.
Prof. Dr. Cedric Sachser, Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, beleuchtete in seinem Vortrag „Die mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen: Herausforderungen für die Schul-, Vereins- und Jugendarbeit“ die aktuelle Entwicklung der psychischen Gesundheit im Kindes- und Jugendalter. Anhand von Zahlen und Statistiken verdeutlichte er die bestehenden Herausforderungen und unterstrich die Bedeutung frühzeitiger Präventionsarbeit.
Nadine Moser von der Jugendsuchtberatung SkF e.V. widmete sich in ihrem Impulsvortrag „Verstehen statt verurteilen – Jugendliche und ihr Konsum“ dem Umgang mit jugendlichem Konsumverhalten. Sie stelle die Arbeit und Haltung der Jugendsuchtberatungsstelle vor und gab Einblicke in aktuelle Konsumtrends in Bamberg.
Prävention gemeinsam stärken
In seinem Grußwort unterstrich der stellvertretende Landrat, Wolfgang Möhrlein, die Bedeutung der Präventionsarbeit an den weiterführenden Schulen sowie in der Jugendverbandsarbeit. Dr. Susanne Nick, Leiterin des Gesundheitsamtes Bamberg, hob die Bedeutung der regionalen Vernetzung und des kommunalen Engagements hervor, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Ein Beitrag zum Masterplan Prävention Bayern
Hintergrund der Veranstaltung ist der Ende 2025 vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention veröffentlichte „Masterplan Prävention Bayern“. Mit ihm verfolgt der Freistaat das Ziel, Gesundheitskompetenz zu stärken, gesundes Verhalten zu fördern, nachhaltige Strukturen aufzubauen und Prävention vor Ort sichtbarer zu machen.
Eine Maßnahme des Masterplans ist ein bayernweiter Präventionstag, der diese Ziele auf regionaler Ebene mit Leben füllen soll und jährlich im Oktober in ganz Bayern stattfindet. Der Präventionstag in Bamberg griff diese Initiative auf und setzte sie mit einem regionalen Schwerpunkt auf die Prävention für Kinder und Jugendliche um. Insgesamt fanden mehr als 430 Aktionen und Veranstaltungen in Bayern statt.