Eröffnung Mobilstation Ebrach
Nachhaltige Mobilität Hand in Hand mit dem Denkmalschutz
Ein wichtiges Ziel des Landkreises Bamberg ist es, die Mobilität seiner Einwohnerinnen und Einwohner, Berufspendlerinnen- und Berufspendler sowie Gäste attraktiver und klimafreundlicher zu gestalten. Grundlage dafür bildet das 2018 beschlossene Intermodale Mobilitätskonzept, das nachhaltige Angebote und nahtlose Umstiege zwischen Bus, Bahn, Rad- und Autoverkehr in den Mittelpunkt rückt – unter anderem durch Mobilstationen. Der Markt Ebrach zeigt mit Eröffnung seiner neuen Mobilstation in unmittelbarer Nähe zum Kloster Ebrach, wie sich Denkmalschutz und smarte Mobilität kombinieren lassen.
Sieben bereits realisierte Mobilstationen finden sich in den Kommunen Baunach, Burgebrach, Gundelsheim, Zapfendorf und Rattelsdorf/Ebing sowie Litzendorf und Scheßlitz. Der Markt Ebrach folgt nun mit einer zeitgemäßen Anlage, die alle Mobilitätsformen bündelt und um zusätzliche Services erweitert. Im Vorgriff auf die Europäische Mobilitätswoche, die sich vom 16. bis zum 22. September der nachhaltigen Mobilität widmet, eröffnete der Bürgermeister von Ebrach Daniel Vinzens zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Holger Dremel sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Regierung von Oberfranken, des Amtes für Ländliche Entwicklung, des Staatlichen Bauamtes Bamberg und dem Landkreis Bamberg die Mobilstation.
Landrat Maciejonczyk dankte dem Markt Ebrach bereits im Vorfeld für die gute Kooperation: „Das Netz der Mobilstationen wächst im Landkreis stetig weiter und eröffnet neue Wege und Möglichkeiten. 800.000 Euro aus dem Kreishaushalt haben wir zur Unterstützung der Gemeinden seit dem Jahr 2023 gezielt zur Realisierung von deren Mobilstationen bereitgestellt. Auch die Zusammenarbeit in Ebrach war geprägt von großem Engagement aller Beteiligten.“
Die Ebracher Mobilstation bietet nun zwei barrierefreie Bussteige mit einem komfortablen Fahrgastunterstand - erstmals im Landkreis Bamberg in einer überdachten Anlage kombiniert mit dem Fahrradparken. Nötig geworden ist dies unter anderem aus Platzgründen und um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten, konnte eine zeitgemäße und optisch zurückgenommene Anlage realisiert werden, die der Bedeutung der ehemaligen Zisterzienser-Abtei Ebrach gerecht wird. Durch die transparente Stahl-Glas-Konstruktion und die mit Bedacht gewählten Standorte der weiteren Anlagen, ist es sogar gelungen, die an der Stelle meist von parkenden Autos verstellte Sicht freizugeben.
Ergänzt wird der Wetterschutz für Fahrgäste und Fahrräder durch einen Schließfachschrank mit Lademöglichkeit für E-Bike-Akkus, eine kostenfreie Radservice-Station, die Info-Stelen mit Wegweisung und Umgebungslageplänen sowie Behindertenparken unmittelbar an der Bushaltestelle.
Die Maßnahme wurde im Zuge der ohnehin dringend anstehenden Sanierung der B22 durch das Staatliche Bauamt Bamberg durchgeführt. „Die Gelegenheit wurde genutzt, um gleichzeitig zur Sanierung von Bamberger Straße und Marktplatz, neue Bushaltestellen und die Elemente der Mobilstation als zeitgemäße und zukunftsweisende Anlagen zu realisieren,“ erläuterte Bürgermeister Daniel Vinzens. Dieser freut sich zudem, dass pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres der öffentliche Personennahverkehr in Ebrach nach der umfangreichen Großbaustelle wieder weitgehend zum regulären Betrieb zurückkehrt und direkt die neuen und barrierefreien Bussteige angefahren werden können. Die neue Anlage bietet eine komfortable Vernetzung zwischen ÖPNV und weiteren Mobilitätsformen. Und nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Touristen, welche zum Beispiel die Abtei besuchen, werden sich über die Angebote wie Schließfächer mit Möglichkeit zum Aufladen der E-Bike-Akkus freuen.
Das Konzept der Mobilstationen des Landkreises Bamberg erfüllt mittlerweile auch bundesweit eine Vorbildfunktion und findet große Resonanz und Nachahmung.
Weitere Informationen und Fortschrittsberichte unter https://www.landkreis-bamberg.de/Mobilstationen-Fahrradparken/