Großeinsatz bei Oberhaid: Feuerwehren bringen Waldbrand unter Kontrolle

Quelle: Kreisbrandinspektion Bamberg

Ein Waldbrand zwischen Oberhaid und Sandhof hat am Freitagvormittag, 14. August 2026, rund 300 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Bamberg und der Stadt Bamberg auf den Plan gerufen. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren konnte das Feuer im Laufe des Tages unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Was ist passiert?

Um 11:46 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Bamberg die Meldung über eine Rauchsäule in einem Waldgebiet bei Sandhof ein. Angesichts der seit Wochen angespannten Waldbrandlage in Franken – anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen hatten die Gefahr zuletzt deutlich steigen lassen – wurden bereits mit der Erstalarmierung umfangreiche Einsatzkräfte entsandt.

Rund elf Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Kräfte an der Einsatzstelle an der Kreisstraße BA 34 zwischen Oberhaid und Sandhof ein. Was folgte, war ein stundenlanger und kräftezehrender Einsatz bei sommerlichen Temperaturen von rund 28 °C.

Löscharbeiten am Boden, Unterstützung aus der Luft

Um den Brand auf einer Fläche von rund 16.000 Quadratmetern unter Kontrolle zu bringen, waren zahlreiche Löschfahrzeuge und Einsatzkräfte aus dem Landkreis und der Stadt Bamberg im Einsatz.

Auch aus der Luft wurde die Einsatzleitung bei der Erkundung und Überwachung des Brandgeschehens unterstützt. Drohnenteams der Feuerwehren, ein Kleinflugzeug der Luftbeobachtung sowie ein Polizeihubschrauber lieferten wichtige Informationen über die Lage und die Entwicklung des Brandes.

Tatkräftige Unterstützung kam zudem von 14 örtlichen Landwirten sowie einer Spedition, die mit Güllefässern und Tankfahrzeugen zusätzliches Löschwasser zur Einsatzstelle transportierten. Polizei und Straßenmeisterei Bamberg sorgten durch Straßensperren dafür, dass die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte frei blieben. Die BA 34 war im betroffenen Abschnitt während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt.

Erstmals kamen bei einem Waldbrandeinsatz auch zwei neue spezialisierte Hilfsmittel zum Einsatz, die der Landkreis Bamberg erst in den vergangenen Wochen beschafft hatte. Mit insgesamt 40 großen Kreisregnern konnte eine kontinuierliche Bewässerung größerer Flächen sichergestellt werden. Um die hierfür erforderlichen langen Schlauchstrecken im teilweise unwegsamen Gelände zu verlegen, wurde zudem die ferngesteuerte Roboter-Plattformraupe eingesetzt.

Trotz der technischen Unterstützung blieb ein erheblicher Teil der Arbeit Handarbeit. Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner mussten den Waldboden mit Handwerkzeugen öffnen und auflockern, um verborgene Glutnester aufzuspüren und anschließend mit zahlreichen Metern Schlauchmaterial gezielt abzulöschen.

Am frühen Abend war das wesentliche Einsatzziel erreicht: Das Feuer war unter Kontrolle. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigten die Einsatzkräfte jedoch noch bis in die späten Abendstunden. Anschließend wurde eine Brandwache eingerichtet.

Auch wenn die betroffene Fläche im Vergleich zu großen Waldbränden in anderen Regionen Deutschlands oder Europas zunächst überschaubar erscheinen mag, war die Ausgangslage kritisch: Das Feuer war mitten in einem großen, zusammenhängenden Waldgebiet ausgebrochen.

Nur durch das schnelle und wirkungsvolle Eingreifen der Einsatzkräfte gelang es, die Flammen frühzeitig einzugrenzen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Damit konnte eine deutlich größere und möglicherweise mehrtägige Einsatzlage verhindert werden.

Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Förster und weiteren Forstfachleuten. Sie waren frühzeitig vor Ort und unterstützten die Einsatzmaßnahmen unter anderem durch gezielte Fällarbeiten. Dadurch konnte eine Rückegasse freigemacht und die weitere Ausbreitung des Feuers zusätzlich begrenzt werden.

Acht Einsatzkräfte verletzt

Der Einsatz verlangte den Feuerwehrangehörigen unter den hohen Temperaturen und den schwierigen Bedingungen körperlich viel ab. Insgesamt mussten acht Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Eine Einsatzkraft wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Ein starkes Zeichen der Zusammenarbeit

Insgesamt waren 79 Einsatzmittel mit rund 300 Einsatzkräften beteiligt – ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit und die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis und in der Stadt Bamberg.

Beteiligt waren unter anderem die Feuerwehren aus Oberhaid, Baunach, Bischberg, Breitengüßbach, Buttenheim, Dörfleins, Frensdorf, Hallstadt, Hirschaid, Kemmern, Lauter, Rattelsdorf, Staffelbach, Steppach, Strullendorf, Trunstadt, Unterhaid, Viereth und Altendorf sowie die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion und des Katastrophenschutzes. Ebenfalls im Einsatz war die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Bamberg-Land.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie die sanitätsdienstliche Absicherung wurden durch Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes sichergestellt.

Der Kreisfeuerwehrverband und die Kreisbrandinspektion Bamberg bedanken sich bei allen eingesetzten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihren engagierten, professionellen und besonnenen Einsatz unter äußerst fordernden Bedingungen. Ein besonderer Dank gilt ebenso den unterstützenden Landwirten, der beteiligten Spedition, den Forstfachleuten sowie Polizei, Straßenmeisterei und allen weiteren Organisationen und Helfern für die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit.

Der Einsatz auf einen Blick

  • Alarmierung: 14.08.2026, 11:46 Uhr
  • Einsatzort: Waldgebiet an der BA 34 zwischen Oberhaid und Sandhof
  • Brandfläche: ca. 16.000 m²
  • Eingesetzte Kräfte: rund 300 Einsatzkräfte mit 79 Einsatzmitteln
  • Einsatzdauer: rund neun Stunden mit anschließender Brandwache
  • Verletzte: acht Feuerwehrangehörige

Waldbrandgefahr bleibt hoch

Der Einsatz reiht sich in eine Serie von Wald- und Vegetationsbränden ein, die durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen in Franken begünstigt wurden. Für Ober- und Unterfranken wurden bereits verstärkte Luftbeobachtungen zur frühzeitigen Erkennung von Waldbränden angeordnet.

Der Kreisfeuerwehrverband und die Kreisbrandinspektion Bamberg bitten die Bevölkerung deshalb weiterhin um besondere Vorsicht. Offenes Feuer und andere mögliche Zündquellen haben im Wald und in unmittelbarer Waldnähe derzeit nichts verloren. Schon kleine Unachtsamkeiten können unter den derzeitigen Bedingungen schwerwiegende Folgen haben.