Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease - BVD/MD

Zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Rinderinfektionskrankheiten weltweit gehört die Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease (abgekürzt BVD/MD).
Je nach Verfassung des Immunsystems eines Rindes verläuft die Infektion bei nicht tragenden Tieren oft symptomlos als subklinische Infektion, oder mit Durchfällen meist verbunden mit Atemwegserkrankung und Abmagerung. Todesfälle durch unstillbare Durchfälle kommen eher selten vor.
Ist ein Rind während der Infektion trächtig, kann auch der Fetus infiziert werden. Aborte, Missbildungen, unterentwickelte krankheitsanfällige und dauerhaft infizierte Kälber kann dies zur Folge haben.

Aktuell beabsichtigt Bayern, bei der EU den Status BVD-frei zu beantragen. Dafür ist in Bayern und somit auch im Bezirk Oberfranken flächendeckend der Status BVD-frei einzurichten. Um dies zu erreichen, dürfen ab dem 15.05.2021 im gesamte Landkreis und auch der Stadt Bamberg Rinder grundsätzlich nicht mehr gegen BVD geimpft werden. Auch das Einstellen von geimpften Tieren ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zulässig. Mittelfristig ist durch dieses Verfahren auch ein Umstieg auf die milchserologische Überwachung der Bestände möglich.
Zu einem genaueren Einblick über den Krankheitsverlauf, das Bekämpfungsverfahren und die möglichen Beihilfen, verhelfen die folgenden Links.


Weitere Informationen

Bovine Virusdiarrhö/Mucosal Disease (BVD/MD) - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit