Jugendamt und Landkreispolizei: Gemeinsame Jugendschutzkontrollen an der Altweibermühle mit »echten Polizisten«
Das Jugendamt des Landkreises Bamberg führte zusammen mit der Landkreispolizei in Reckendorf während des Faschingstreibens der Altweibermühle Kontrollen zum Jugendschutz durch. Ziel der gemeinsamen Aktion waren dieses Mal nicht die Jugendlichen, sondern vielmehr die Betreiber von Ausschankstellen am Festgelände.
Der Leiter des Jugendamts im Landkreis Bamberg, Herr Tobias Dusold, bezeichnete die Zusammenarbeit von Jugendamt und Polizei als „Aufklärungsarbeit im Jugendschutz. Es geht nicht darum Bußgelder auszusprechen, sondern vielmehr um Aufklärung und Beratung.“ So gab es gut gemeinten Ratschläge zur Getränkeabgabe an Jugendliche und der richtigen Ausgestaltung der Abgabestellen. Zu beanstanden gab es ohnehin wenig. Lediglich das Fehlen sogenannter Aushangtafeln zum Jugendschutz bemängelte das Jugendamt, bot aber sofort Abhilfe in Form selbst mitgebrachter Tafeln. Die waren sogar laminiert, sodass sie für die nächste Veranstaltung Verwendung finden können. „Schön zu sehen, dass sich die Betreiber interessiert zeigten. Alle waren freundlich und haben die Maßnahmen begrüßt“, schloss Claudia Schmittner, die ihren Amtsleiter begleitete.
Neben Erklärungen und Belehrungen, ergaben sich abseits des Jugendschutzes viele abwechslungsreiche Gespräche mit den Faschingsnarren. „Wegen des gemeinsamen Auftretens von Jugendamt und Polizei waren viele Zuschauer recht neugierig. Das Themas Sicherheit wurde auch oft angesprochen“, meinte Alexander Hermann von der Polizeiinspektion Bamberg-Land. „Da konnten wir aber beruhigen. Im Vorfeld gab es eine enge Zusammenarbeit von Polizei und Veranstalter. Die Sicherheitsmaßnahmen zur Altweibermühle wurden quasi maßgeschneidert abgestimmt und der Veranstalter hat viel dafür getan, dass die Menschen beruhigt feiern können.“
Dennoch lautete an diesem Tag die am häufigsten gestellte Frage: „Seid ihr wirklich echte Polizisten?“
Quelle: Polizeiinspektion Bamberg-Land