Landkreis musiziert in Bewegung - gelebte Integration dank starkem Ehrenamt

Am 11. Mai ging im Landkreis Bamberg ein Aktionstag über die Bühne, der in dieser Form einzigartig ist: „Landkreis musiziert in Bewegung“ brachte in über 25 Kommunen knapp 30 Veranstaltungen gleichzeitig auf den Weg. Von sportlichen Bewegungsolympiaden über gemeinsames Singen in Seniorenheimen bis hin zu Konzerten auf Bierkellern und dem eigens geschriebenen Landkreis-Rap war alles dabei. Organisiert wurde der Aktionstag von der Integrationslotsin das Landkreises Bamberg, Friederike Straub, gemeinsam mit Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr. Ziel war es, Menschen miteinander in Bewegung und in Begegnung zu bringen – mit Musik, Sport und gemeinsamen Aktivitäten.

Startschuss am Landratsamt – mit Symbolkraft

Die zentrale Auftaktveranstaltung fand am Vormittag auf dem Parkplatz des Landratsamtes statt. Landrat Johann Kalb eröffnete gemeinsam mit dem Integrationsbeauftragten Karl Straub symbolisch den Tag mit einem sportlichen Startschuss. „Das ist gelebte Integration – wenn alle mitmachen dürfen, keiner ausgeschlossen wird und sich Menschen begegnen, die im Alltag vielleicht nicht oft miteinander in Kontakt kommen“, so Kalb. „So stärken wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigen, dass Vielfalt im Landkreis Bamberg nicht nur ein Wort ist, sondern ein gemeinsames Erlebnis.“

Ein Landkreis, viele Orte, ein Gedanke

Die Veranstaltungen, die über den ganzen Tag hinweg in unterschiedlichsten Gemeinden stattfanden, waren ebenso vielfältig wie die Menschen, die daran teilnahmen. Was diesen Tag besonders macht: Jede und jeder konnte mitmachen. Ob jung oder alt, ob sportlich oder musikalisch – jeder und jede war willkommen. „Das ist die Idee von gelungener Integration“, sagt Organisatorin Friederike Straub. „Es braucht keine großen Worte, sondern offene Türen und Möglichkeiten, sich in die bestehenden Strukturen unserer Gemeinden einzubringen – so wie man ist.“

Auch für Menschen mit Migrationsgeschichte, für Familien, für Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Behinderung waren viele Angebote dabei – nicht als Sonderveranstaltungen, sondern selbstverständlich mitgedacht.

Ehrenamt als tragende Säule

Ein zentraler Erfolgsfaktor: das Ehrenamt. Ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den Gemeinden, Vereinen und Initiativen wäre dieser Aktionstag nicht möglich gewesen. „Ohne Ehrenamt keine Gesellschaft – und auch keine Integration“, betont Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr. „Es ist beeindruckend, wie viele Menschen in ihrer Freizeit bereit sind, etwas auf die Beine zu stellen, andere einzuladen und Verantwortung zu übernehmen.“ Von der Jugendfeuerwehr über Chöre, Sportvereine und Nachbarschaftsinitiativen – überall war spürbar, dass Ehrenamt lebt und trägt.

Ein besonderer Dank gilt den Fördermittelgebern, die dieses Projekt möglich gemacht haben: dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration im Rahmen des Projekts „Integrationslotsinnen“, der VR-Bank Bamberg-Forchheim, der RAPS-Stiftung, der Stiftung Heinrich sowie der Stiftung „Helfen tut gut“. Ihr Engagement unterstreicht den gemeinschaftlichen Gedanken hinter diesem Aktionstag und ist ein wertvoller Beitrag für das ehrenamtliche Engagement im Landkreis Bamberg.

Viele Gemeinden haben schon angekündigt, auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sein zu wollen. Und wer einmal erlebt hat, wie Musik und Bewegung Menschen verbinden können, der weiß: So sieht gelebte Vielfalt aus.


14.05.2025 
Quelle: Pressestelle Landratsamt Bamberg