MINT denken. Regional handeln.

Bildungsregion Bamberg jetzt Teil des „MINTraum bayern“

Mit einer Netzwerkveranstaltung im MINT-Zentrum Hirschaid ist die Region Bamberg offiziell in den „MINTraum bayern“ aufgenommen worden. Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft kamen zusammen, um diesen Meilenstein zu feiern und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen.

Die Aufnahme markiert den nächsten Entwicklungsschritt des regionalen MINT-Netzwerks. Die in den vergangenen Jahren – insbesondere im Rahmen des bundesgeförderten Projekts MINTmobil – aufgebauten Strukturen sollen nun langfristig gesichert und weiterentwickelt werden. Träger der MINT-Region ist künftig der Landkreis Bamberg, die Koordination liegt im Bildungsbüro bei Dr. Ingrid Stöhr. Unterstützt wird die Netzwerkarbeit durch starke regionale Partner wie das MINT-Zentrum Hirschaid.

Die feierlichen Grußworte überbrachte Susanne Knotzer vom MINTraum bayern, die symbolisch das offizielle Siegel überreichte und die Entwicklung der Region würdigte: „Die Region Bamberg zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Bildung durch starke Netzwerke und gemeinsames Engagement nachhaltig gestaltet werden kann.“

In einer Videobotschaft betonte Landrat Johannes Maciejonczyk die Bedeutung des Netzwerks für die Zukunftsfähigkeit der Region: „Eine starke MINT-Bildung ist entscheidend für die Fachkräftesicherung und Innovationskraft unseres Landkreises. Das Netzwerk zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Im anschließenden Podiumsgespräch wurde deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die neue MINT-Region sind – und wie sehr sie voneinander profitieren. Prof. Dr. Ute Schmid von der Universität Bamberg sprach über ungenutzte Potenziale in der Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Schulen und außerschulischen Partnern. Michael Stammberger aus der Wirtschaft machte deutlich, dass verlässliche Kooperationen und frühe Kontakte zu jungen Menschen entscheidend für erfolgreiche Fachkräftesicherung seien. Michael Gerstner vom Verein Innovative Sozialarbeit (iso) hob hervor, wie wichtig starke Netzwerke sind, um auch Kinder und Jugendliche zu erreichen, die bislang wenig Zugang zu MINT-Angeboten haben. Frank Seuling vom MINT-Zentrum Hirschaid zeigte anhand konkreter Beispiele, wie gemeinsame Projekte oft deutlich mehr Wirkung entfalten als Einzelinitiativen.

Wie lebendig und vielfältig die MINT-Landschaft in der Region bereits ist, zeigte sich anschließend in den 16 kurzen Pitches und Projektständen der Netzwerkpartner. Die Universität Bamberg präsentierte Projekte von Wildbienenforschung, über das MINT-Mobil bis hin zu KI-Modulen für Grundschulkinder. Die IHK stellte ihre Ausbildungsscouts vor, die Jugendlichen in Schulen authentische Einblicke in Ausbildungsberufe geben. Das NEO Bamberg gemeinsam mit dem das IfiB begeisterten mit anschaulichen Ausstellungsstücken – von der E-Gitarre bis zum Kühlschrank – und machten Technik im Alltag greifbar.

Auch die Technothek der Bücherei Hallstadt zeigte, wie niedrigschwellige MINT-Angebote für Kinder gelingen können und warb zugleich für ehrenamtliche Unterstützung. Das MINT-Zentrum Hirschaid gab spannende Einblicke in die geplante Erweiterung um einen Makerspace. Die Realschule Scheßlitz berichtete begeistert vom Pilotprojekt „Wirkenlassen“, das interessenorientierte Berufsorientierung mit regionalen Unternehmen verbindet.

Praxisnah wurde es auch bei der Berufsschule, die eine eigene Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Skates entwickelt hat. Die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim stellte virtuelle Unternehmensrundgänge und eine Influencertour durch regionale Betriebe vor, während die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis ihre gemeinsame Studien- und Berufsorientierungsmesse präsentierten. Natürlich war auch das MINT-Netzwerk selbst mit Projekten wie dem MINT-Wandertag vertreten.

Beim anschließenden Austausch wurden neue Kontakte geknüpft, Ideen diskutiert und konkrete Ansätze für weitere Kooperationen entwickelt.

Deutlich wurde: Die MINT-Region Bamberg versteht sich nicht nur als Auszeichnung, sondern als gemeinsamer Auftrag. Ziel ist es, die vielfältigen Aktivitäten in der Region langfristig zu vernetzen, sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

08.05.2026 
Quelle: Pressestelle Landratsamt Bamberg