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Corona-Maßnahmen: Was gilt im Landkreis?

Seit 2. September 2021 gilt in ganz Bayern die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Regelungen im Landkreis Bamberg

  • Die 7-Tage-Infektionsinzidenz wird durch Krankenhausampel als Indikator ersetzt. Mit ihr entfallen alle bisher inzidenzabhängigen Regelungen. Lediglich für die Anwendung von 3G (Geimpft, Genesen, Getestet) bleibt die 7-Tage-Infektionsinzidenz relevant (ab Inzidenz 35).

  • Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems (aktueller Ampelstatus: Corona-Ampel)
    Detailliertere Angaben zur Krankenhaus-Belegung in Bayern finden Sie hier: Übersicht der Coronavirus-Infektionszahlen in Bayern

    • Stufe Gelb ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung stationär aufgenommen werden mussten. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise:
      • Anhebung des Maskenstandards auf FFP2
      • Kontaktbeschränkungen
      • Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule)
      • Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen
    • Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen. Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen weitere Maßnahmen verfügen, um eine akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
  • 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35: Es gilt der 3G-Grundsatz (Geimpft, Genesen, Getestet)
    • indoor: Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft u. a. Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, Musikschulen, Freizeiteinrichtungen, Bäder, Thermen, Saunen, Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr etc.
    • ausgenommen vom 3G-Grundsatz: Privaträume, Handel, ÖPNV und Fernverkehr, Veranstaltungen ausschließlich unter freiem Himmel bis 1.000 Personen, Gottesdienste sowie Versammlungen im Sinne von Art. 8 Grundgesetz,  Kinder, die noch nicht eingeschult sind und Schüler (gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet)
  • Alten- und Pflegeheime: 3G-Grundsatz gilt inzidenzunabhängig indoor und outdoor. Dies gilt auch für Kinder älter als 6 Jahre, die noch nicht eingeschult sind sowie außerhalb der Schulferien.

  • Maskenpflicht: FFP2-Maskenpflicht entfällt. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Es gilt:
    • unter freiem Himmel: generell keine Maskenpflicht. Ausnahme: Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen).
    • in geschlossenen Räumen: generelle Maskenpflicht. Ausnahme: Privaträume, außerdem der Platz in der Gastronomie sowie jeder festzugewiesene Sitz- oder Stehplatz, wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind. Für Beschäftigte gelten wie bisher auch die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.
    • ÖPNV und Fernverkehr: ausnahmslos Maskenpflicht („OP-Maske“).
  • allgemeine Kontaktbeschränkungen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Es gilt:
    • bis 5.000 Personen darf Besucherkapazität zu 100 % genutzt werden
    • für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 % der weiteren Besucherkapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden.
    • Es sind maximal 25.000 Personen zulässig.
    • Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt Stehplätze ausgewiesen werden.
    • Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt ständige Maskenpflicht, die vom Veranstalter zu gewährleisten ist.
    • Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept ausarbeiten, beachten und unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab zur Durchsicht vorlegen.
  • Kinderbetreuungseinrichtungen
    • Normalbetrieb
    • Angebot für zweimal wöchentliche Testungen für betreute Kinder: wird im neuen Kitajahr 2021/2022 bis Ende des Jahres 2021 in Kooperation mit den Apotheken fortgesetzt.
    • bei Infektionsfall: Quarantäne mit Augenmaß (siehe "Schulen")
  • Hochschulen
    • Es gilt der 3G-Grundsatz.
    • allgemeine Maskenpflicht auch am Platz, wenn in den Hörsälen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten wird.
    • Tests werden für Studierende mit Studentenausweis weiterhin kostenlos bereitgestellt.
  • Gottesdienste und Versammlungen indoor nach Art. 8 GG
    • keine Beschränkungen der Personenzahl, wenn nur Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen (3G-Grundsatz); andernfalls: Beschränkungen nach Platzangebot wie gehabt.
    • allgemeine Maskenpflicht
    • kein Gesangsverbot bei Gottesdiensten
  • Gastronomie: es gelten die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht.
    • Tanz und Musik unter den für Diskotheken geltenden Bedingungen (Zugang nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test; „3G plus“).
    • Für Schankwirtschaften entfallen die Regelungen, wonach die Bedienung am Tisch erfolgen musste und Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen nicht zulässig war.
  • Handel und Dienstleistungen: keine quadratmetermäßige Kunden- oder Besucherbeschränkungen. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.
  • Freizeiteinrichtungen: wie bei Handel und Dienstleistungen, zusätzlich gilt der 3G-Grundsatz.

  • körpernahe Dienstleistungsbetriebe: wie bei Handel und Dienstleistungen, zusätzlich gilt der 3G-Grundsatz.

  • Hotellerie, Beherbergung: bisherigen Einschränkungen entfallen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen des 3G-Grundsatzes muss jedoch wie gehabt ein Test bei Ankunft und danach jede 72 Stunden vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht.

  • Messen:
    • flächenabhängige Besucherbegrenzung entfällt
    • tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen
    • 3G-Grundsatz
    • Maskenpflicht
  • Volksfeste sind unter Einhaltung des 3G-Grundsatzes erlaubt. Für Bierzelte gelten die gleichen Regeln wie für die Innengastronomie. Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen („öffentliche Festivitäten“) bleiben jedoch weiterhin untersagt. Weihnachtsmärkte sind grundsätzlich erlaubt.

  • Clubs und Diskotheken: Zugang nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test ("3G plus")

Informationen zu den Testmöglichkeiten im Landkreis Bamberg finden Sie hier.

Regelungen für Schulen im Landkreis

Es findet voller Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen und für alle Schularten statt - unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz und auch wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann.

Maskenpflicht:

Im Schulgebäude gilt grundsätzlich Maskenpflicht. Für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 ist das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“), für die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Jahrgangsstufe (Grund- und Förderschulen) das Tragen einer sog. Alltags- oder Community-Maske verpflichtend. Hier wird das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske jedoch empfohlen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten

  • auf dem Schulgelände außerhalb von Gebäuden,
  • während des Sportunterrichts sowie
  • am Sitz- bzw. Arbeitsplatz im Klassen- oder Aufenthaltsraum.

Testpflicht:

Weiterhin gelten die Regeln des Rahmenhygieneplans für Schulen sowie die Testpflicht zum Besuch des Präsenzunterrichts (dreimal in der Woche).

Für Schülerinnen und Schüler der Grundschulstufe sowie der Förderschulen treten anstelle der Selbsttests zweimal in der Woche PCR-Pooltestungen (sog. "Lolli-Tests").

Quarantäne:

Bei einem Infektionsfall in der Klasse wird die Quarantäne auf die positiv Getesteten und die Schülerinnen und Schüler eingegrenzt, die engen Kontakt zur positiv getesteten Person hatten. Sie kann für positiv Getestete, die geimpft sind, und enge Kontaktpersonen bei negativem PCR-Test unter bestimmten Voraussetzungen nach fünf Tagen wieder enden. Das Gesundheitsamt entscheidet im Einzelfall.

Angebot von Corona-Schutzimpfung während der Unterrichtszeit im Rahmen der STIKO-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche.

Freiwilliges 2G bzw. 3G plus

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht mit Wirkung vom 6. Oktober 2021 Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter vor, die freiwillig nur Geimpfte und Genesene (sog. "freiwilliges 2G") sowie auch Getestete mit einem PCR-Test (sog. "freiwilliges 3G plus") zulassen.

Dafür gelten folgende Regelungen:

  • freiwillig und Entscheidung des Veranstalters oder Betreibers.
  • in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt (z. B. Sportstätten, Theater, Opern, Kinos, Museen, Tagungen, Kongress, Bibliotheken)

Erleichterungen bei 2G bzw. 3G plus:

  • Maskenpflicht und Gebot des Mindestabstands aufgehoben
  • Personenobergrenzen entfallen
  • Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen aufgehoben

Voraussetzungen für 2G bzw. 3G plus:

  • strenge Zutrittsregularien (Zugangshindernisse, Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc.).
  • Missbrauch ist nicht nur bußgeldbewehrt, sondern gefährdet auch die allgemeine gewerberechtliche Zuverlässigkeit dessen, der nicht kontrolliert.

Regelungen für Kinder und Schüler:

  • 3G plus: Zutritt erlaubt, unabhängig von ihrem persönlichen Impfstatus, da sie in der Schule regelmäßig getestet werden.
  • 2G: Schüler älter als 12 Jahren haben keine eigene Zutrittsmöglichkeit. Sie müssen die Voraussetzung "geimpft" oder "genesen" erfüllen.

Hinweis:

Alle Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, können gegen Nachweis und mit PCR - Test auch bei „2G“ Zugang erhalten. Die Anbieter, Veranstalter oder Betreiber sind hierzu aber nicht verpflichtet.

Rechtliche Grundlage

2G und 3G im Vergleich

Testmöglichkeiten im Landkreis Bamberg

Eine Übersicht über die Testmöglichkeiten im Landkreis Bamberg finden Sie hier...
01.09.2021 
Quelle: Pressestelle Landratsamt Bamberg